Mittwoch, August 09, 2006

Wo die grossen Elefanten spazieren gehen ohne sich zu stossen

Hey folks,

Wir sind gerade in Pai. Kennt wahrscheinlich keiner, ist auch gut so, denn dann bleibt es so schoen ruhig und besinnlich wie es ist. Aber erstmal die Fortsetzung von Chiang Mai.

Also, wir gingen dann eben zu dem besagten Monk Chat, wie es genau heisst. Wir sassen an einem Tisch und verschieden Moenche kamen vorbei und setzten sich zu uns um mit uns ueber Buddha und die Welt zu reden. Wir waren verdammt beeindruckt, als wir dann nach 2 1/2 Stunden gingen. Es war wirklich unglaublich interessant, diese komplett andere Sichtweise zu erfahren und wir haben sehr viel dabei gelernt. Der Buddhismus ist uns hier richtig ans Herz gewachsen, wenn man das so sagen kann.



Danach, gings dann zum Night Bazar. Ein riesiger Bazar (drei stoeckig) auf dem wir das ein oder andere Souvenir kauften. Jedoch hielten wir uns zurueck, da wir erst in Bangkog zuschlagen wollen aus Platz- und Geldgruenden. Nach diesem Shoppingtrip, gingen wir irgendwo zwischen den ganzen Staenden essen. Wir wurden von einem Ladzboy bedient und fanden gleich netten Kontakt, zu einem Thai, der sich als Bruder der Inhaberin herausstellte. Leider stellte er sich spaeter auch als ein Liebhaber des Maennlichen Geschlechts heraus. Naja, er konnte kein Englisch und so unterhielten wir uns mit ihm beim Essen mit Haenden und Fuessen. Nach dem wir gegessen hatten, ging es dann los. Er bestellte ein Bier nach dem anderen. Alles auf seine Rechnung, weil er ein grosses Herz hat, so versuchte er uns glaub ich zu vermitteln. Unsere Glaeser wurden nie leer, nach jedem Schluck, ungelogen, wurde nachgegossen. Er trank sein Bier mit Eis, trank also nicht ganz so viel. Man muss auch noch hinzufuegen, dass ein Bier hierzulande 6,5 % Alkohol enthaelt und eine Flasche 640 ml fasst. Nach 6 oder sechs 7 Bier dann machten wir ihm klar, dass jetz schluss waere, weil wir ausserdem ordentlich einen in der Krone hatten. Er bot uns dann noch an uns zu der Bar zu fahren, wo wir als naechstes hinwollten. Auf unseren Hinweis, er haette schon ziemlich viel getrunken, erklaerte er uns, dass er locker zehn Bier trinken koennte, ohne betrunken zu werden. Super. Dann waere ja alles klar. Ist ein mords Kerl wahrscheinlich. 10 Bier a 640 ml a 6,4% = ungefaehr 6,4 Liter Sangria (7%). Da soll nochmal jemand sagen, Asiaten vertragen nichts. Natuerlich nahmen wir ihm das nicht ab, setzten uns trotzdem auf sein Roller. Warum wir denken, dass dieser Herr Schwul war, erklaeren wir euch ein ander Mal.

Dann gings also ab zur naechsten Bar. Die open Top roof Bar oder so aehnlich. Geiler Laden, weil open air auf nem Haus. Leider Bier ein bisschen Teuer, aber keine Angst natuerlich lange keine 2 Euro. Also immer noch ein Witz. Dort lernten wir auch gleich eine Thai, zwei Franzosen und einen Kanadier kennen. Ausserdem feierte ein Paar gerade ihre HochzeitEs war wirklich verdammt lustig. Ich verabschiedete mich schon etwas frueher an diesem Abend, da die Biers langsam, ihre Power verloren und in Muedigkeit umschlugen. Niki blieb machte noch weiter Party.



Am naechsten Tag liefen wir noch ein bisschen in Chiang Mai rum, kauften unser Zug Ticket nach Bangkog und setzten uns dann in den Bu nach Pai.

Dort angekommen, fanden wir gleich ein cooles Ghuesthouse, luden unsere Sachen ab und gingen was essen. Wir stellten dann aber fest, dass hier die ganze Party erst ab 11 oder 12 abgeht. Niki wollte an diesem Tag schon frueher ins Bett. Deshalb zog ich alleine los. Im ersten Club, war eine verdammt geile Live Band und ich lernte gleich einen Thai kennen, der mir alle Moeglich Maedels andrehen wollte. Nur hier weisst du nie, ob dass richtige Maedels sind. Wie auch immer, es war ziemlich lusitg. Um 1 schloss der Club dann und alle zogen in den naechsten. Dort wurde ich dann an einen Thisch von Thais gerufen. Es gab Essen umsonst und wir hatten lustige Unterhaltungen, ueber die verschiedenen Kulturen. Wie auch immer, irgendwann fuhr mich dann ein total betrunkener Englaender nach Hause.



Heut schliefen wir bis Mittags irgendwann, Fruehstueckten und dann machten wir einen Ausritt mit einem Elefanten. Zu Dritt (Niki, der Guide und ich) ging es dann auf dem Elefantenruecken durch den Dschungel. Der Arsch tat schon nach kurzem ziemlich weh, da wir uns gegen einen Sitz entschieden. Mai (so hiess der Elefant) fuehrte uns sicher durch den Dschungel und ass einen Baum nach dem andern dabei. Auch wir durften ihn mal "steuern". Als letztes kamen wir an den Pai River. Dort war dann Spass angesagt, einer von uns ging auf den Elefanten und der versuchte uns dann runter zu schmeissen, was ihm auch immer gelang. Es war schon beeindruckend, solch neben solch einem gewaltigen Tier zu stehen und im Wasser musste man aufpassen, das man nicht auf die Fuesse getreten bekommt.



Als wir wieder zum Startpunkt zurueck kamen, durften wir den Elefanten, dann noch ihre Medizin geben. 15 Tabletten, die so gross wie ein ausgewachsenes Tampon sind, versteckten wir dazu in Bananen und fuetterten sie damit.
Nach diesem Trip gings dann noch zu den heissen Quellen, die hier in der Naehe sind. 80 Grad ist das Wasser da und nachdem wir uns jeder ein Ei gekocht hatten, gings zurueck nach Hause. Heute abend assen wir dann noch was und tranken noch was mit einem ehemaligen Drogendealer, der jetzt uebrigens bei SAP arbeitet und seiner Freundin, die wir bereits in Laos getroffen hatten. Jetzt lassen wir den Abend noch ausklingen und fahren dann Morgen nach Chiang Mai, wo wir einen Meditationskurs machen und abends gehts dann ab Richtung Sueden.



Also bleibt frisch. bis dann

Phil und Niki

Montag, August 07, 2006

Thailand = Geiland

Wiedermal eine Entschuldigung, dass wir uns so lange nicht gemeldet haben. Wir haben es sogar 2 mal versucht zu schreiben, aber bei den Rechnern hier sind wir einfach verrueckt geworden und haben es dann aufgegeben.

Zurueck zu Luang Prabang: Die Stadt (UNESCO Weltkulturerbe) ist echt die schoenste, die wir bisher auf unserer Reise gesehen haben. Alles wirkt sehr alt und traditionell, an fast jeder Ecke ein wunderschoenes Kloster und sehr viele Moenche. Wir hatten sogar die Gelegenheit mit einem Moench eine etwas laengere Unterhaltung zu fuehren, was ein sensationelles Erlebnis war. Die ganze Buddhistische Lebenseinstellung begeistert uns beide sehr. Nachdem wir also den ersten Tag nur durch die Stadt geschlaendert sind und uns von den Eindruecken und Klostern erschlagen lassen haben, haben wir am Abend noch ordentlich Party gemacht (2 Cocktails zum Preis von 1,5 Euro).



Am naechsten Morgen nach schweren Aufstehen sind wir mit den beiden deutschen Maedels und einem Argentinier, den die schon laenger kennen aus Luang Prabang raus gefahren, um uns einen wunderschoenen Wasserfall anzuschaun. Nicht nur der Wasserfall, auch die ganze Natur daneben war ein genauso starker Hammer. Wunderschoen. Daneben gab es auch einen kleinen Zoo, wo wir einen Tiger und Baeren gesehen haben. Unterhalb des Wasserfalls gab es verschiedene Schwimmstellen, wo man auf Baeume klettern konnte uns dann ins, zugegeben eiskalte, Wasser springen konnte. Phil und ich haben es natuerlich uebertrieben und sind so hoch in die Baeume geklettert, dass wir Beifall von den anderen Badegaesten bekommen haben.



Wir waren so lange da, bis wir eigentlich die letzten waren, bis auf ein schwules Paerrchen aus Frankreich, die sich gegenseitig in verschiedenen Posen vor dem Wasserfall fotographiert haben. Phil hat es sich dann natuerlich nicht nehmen lassen, sich gleich dazu zu legen.



Am naechsten Morgen hiess es dann schon wieder ByeBye Luang Prabang. Wir haben uns entschlossen mit einem Reiseboot den Mekong hinauf zu fahren zur thailandischen Grenze. Die Fahrt hat insgesamt 20 Stunden gedauert, verteilt auf 2 Tage, war schon anstrengend, aber auf sehr viel angenehmer, als im Bus zu hocken. Ausserdem gewoehnen wir uns langsam aber sicher an lange Fahrten. 5/6 Stunden machen uns schon gar ncihts mehr aus.



Gestern Abend sind wir dann an der Grenze angekommen und mussten uns ganz schoen beeilen, da wir nur 30 min Zeit hatten aus Laos auzuchenken, mit der Faehre auf die andere Seite zu fahren und dann in Thailand einzuchecken, da die Grenzen danach alle Dicht gemacht haben. Bei uns ist aber alles klatt gelaufen, im Gegensatz zu einer Gruppe Israelis, die knapp hinter uns gekommen sind: Bei einem Maedchen hat der Grenzposten in Laos vergessen ihren Pass abzustempeln, dadurch durfte sie nicht in Thailand einreisen. Und zurueck konnte sie auch nicht mehr, da die Botschaft von Laos schon zu gemacht hatte. Was macht man in solchen Faellen? Wir haben keine Ahnung, aber sie wird wohl die Nacht im Niemandsland verbracht habe, und heut morgen veruscht haben diesen dummen Stempel zu bekommen.

Aber wie gesagt, bei uns hats geklappt. Wir ham uns dann noch spontan entschlossen gleich mit einen Minibus fuer 6 Stunden nach Chang Mai zu fahren. Total fertig sind muede sind wir dann gestern Nacht hier angekommen und waren froh ein billiges Bett (80 ฿ = 1,6 Euro fuer beide Zusammen) gefunden zu haben. Heute morgen haben wir dann dementsprechend lange geschlafen. Sind dann los, dass erste Thai-Geld tauschen und ein All-You-Can-Eat-Breakfast fuer 2 Euro pro Person zu verschlingen. Jetzt sind wir so voll, dass wir uns am liebsten wieder hinlegen wuerden. Statt dessen sind wir aber dabei durch die Stadt zu marschieren, und weitere Tempel anzuschaun und uns von den Thais begeistern zu lassen (alle SEHR nett hier). Heute Abend wollen wir noch einen 2 stuendigen Einfuehrungskurz in Buddhismus besuchen, dann verschiedene Nightmarkets anschaun und vielleicht weitere Souveniers zu ergattern.

Morgen Nachmittag werden wir uns dann noch weiter in den Norden zu einer eher kleineren Stadt names Pai begeben und wohl eine Elephantentour durch den Dschungel machen. Dann geht es in wenigen Tagen runter in den Sueden: Zuert als Zwischenstation Bangkok, dann weiter runter auf die paradisischen Inseln, dann zurueck nach Bangkok, dort bleiben wir eine Weile und dann muessen wir uns auch schon wieder auf den Heimweg machen :(. Heute sind es noch genau 2 Wochen die wir hier haben. Wir versuchen jeden Minute in uns einzusaugen uns festzuhalten, bis wir eine ruhig Stunde oder Woche finden alles zu verarbeiten.

Ich hoffe ihr geniesst auch alle eure Zeit, egal wo ihr gerade seit. Wir wuerden uns freuen, wenn wir von euch ein bisschen mehr Feedback in Form von Kommentaren bekommen, damit wir wissen, dass wir das alles hier nicht nur fuer uns schreiben.

Die anderen Bilder kommen naechstes Mal, da das hier immer ne totale Gedultssache ist. Ich weiss nicht was die hier unter DSL verstehen.

Vielen Dank und weiterhin viel Spass,
Yours, Nick and Phil

Mittwoch, August 02, 2006

Welcome to Luang Prabang

So. Sind also endlich da, in Luang Prabang.
Also der letzte Tag in Phonsavan ging relativ unspektakulaer zu Ende. Es regnete nur die ganze Zeit verdammt heftig und wir langweilten uns das erste Mal. Dabei sind dann auch ein paar sinnlose Bilder entstanden. (Koennen hier leider nicht hochgeladen werden. Beim naechsten Mal)



Am naechsten Morgen dann gings dann los Richtung Luang Prabang.
Vor der Strasse die dort hinfuehrt, wird abgeraten, da es dort in den letzten Jahren vermehrt zu Raubueberfaellen kam, bei denen auch Touristen starben. Aber seit dem letzten Jahr ist die Situation ruhig, sodass wir uns da keine Sorgen machten. Das dann schraeg hinter uns ein Mann mit nem Maschinengewehr sass, war aber trotzdem keine Beruhigung.
Wie wir feststellten, war etwas anderes viel gefaehrlicher. Die Strasse fuert naemlich vorbei an steilen Klippen und wir kamen einmal an einem Bus vorbei, der ziemlich gedaetscht aussahe, so als ob er solch eine Klippe mal nicht auf der Strasse runtergekommen waere. Wenig spaeter mussten wir dann auch schon anhalten, weil vor uns ein Lastwagen voller Bier, die Grenzfosten ignoriert hatte (Das arme Bier). Das Bier war alles futsch. Den Fahrer haben wir nicht mehr gesehen, aber wir denken er ist nochmal mit dem Schrecken davongekommen. Trotzdem lag sein gefaehrt auf der Seite, nachdem es aus dem Abhang gezogen wurde. Hat schon ne Weile gedauert, bis wir vorbei konnten.



Wir kamen aber gut an, suchten uns ein Zimmer und zogen los um was zu Essen zu finden. Wir fanden ein Restaurant und bestellten ein paar Laotischen Spezialitaeten. Das was wir dann bekamen, war auch groesstenteils verdammt lecker. Der Salat jedoch unglaublich scharf. Tja und morgen gibts dann Kultur. Jetzt duschen wir uns erstmal und drinken dann noch ein paar (ist klein geschrieben) Bier mit zwei deutschen Maedels, die wir hier gleich aufgegabelt haben.
Bis dann. Lassts Perlen.

Phil und Niki

Dienstag, August 01, 2006

Vang Vien und Phonsavan

Peace,

Vang Vien war echt klasse. Leider werden fast alle Strassen zur Zeit geterrt, weshalb wir immer noch mit Teer an den Fuessen rumlaufen. Aber alles der Reihe nach:
Als wir angekommen sind dachten wir schon wir sind total in den falschen Bus eingestiegen, denn wir alles sah aus wie in der Pampa und geschuettet hattes auch wie am Spiess. Nach einigen rumfragen fanden wir dann herraus wie es zum Stadtzentrum geht und sind losmaschiert.
Wir haben auch eine echt super Absteige gefunden, die aus einzelnen Baumhaeusern bestanden hat, direkt am Fluss. Das Innere war eher arm: Nur eine grosse Matratze und ein Moskitonetz. War aber trotzdem was anderes und eigentlich auch sehr angenehm.



Wir sind dann erstmal in die Stadt was zum Futtern zu finden und waren begeistert, von den vielen Restaurants, in denen man am Tisch gelegen hat auf Kissen und die ganze Zeit sind an verschiedenen Fehrnsehern DVDs gelaufen, wie Friends oder Simpsons und das alles sogar auf Englisch. Das ist aber eigentlich nicht weiter verwudnerlich, wenn man doch sieht wie viele Europaeer, Amis oder Australier da waren.
Und alle hauptsaechlich wegen zwei Gruenden in der Stadt: 1. Es gab hier sehr viele Drogen (Joints, "Happy Milkshake", usw) und 2. gab es hier eine einmalige Chance ne Flusstour zu machen: Man konnte sich fuer 3,5 $ einen riesigen Gummiring mieten und wurden dann mit nem Art Taxi den Fluss fuer nen paar Kilometer raufgefahren, wo man sich dann auf den Ring begeben hat und den Fluss hinunter getrieben ist. (Nur um Missverstaendnisse zu vermeiden: Das 2. war natuerlich der Grund warum wir hier waren)



Was noch besonders an dieser Tour war, dass alle gut 500m rechts und links am Fluss verschiedene Bars ansaessig waren, wo man gegen ein kleines Entgeld zum einen natuerlich Alkohol (Beerlao) kaufen konnte, aber auf der anderen Seite auch die lustigen Schwingen und Schaukeln, die einen weit in den tiefen Fluss geschleudert haben. Das war auf jeden Fall ein mords Spass. Den konnte uns auch nicht das schlechte Wetter nehmen. Ganz im Gegenteil, es war einfach ein unbeschreibliches Gefuehl alle Viere von sich geschreckt, schoen angetrunken im stroemigsten Regen den man sich vorstellen kann, einfach nichts zu tun und dem Fluss ausgeliefert zu sein. Der Tag ging dann fuer mich relativ frueh zu Ende, da einen vor allem die Getraenke schon schlaefrig gemacht haben ;-). Phil hat anschliessend sogar noch mehr Party gemacht.



Am naechsten morgen stand zum Glueck nur die Busfahrt nach Phonsavan an, wo wir uns immer noch befinden. Das war echt ein interessanter 6 Stunden Trip bei dem wir eine einzigartige Landschaft bewundern konnten.
Von Busbahnhof sind wir ein echt langes Stueck marschiert, weil Phil mal wieder nicht wusste wo auf der Karte wir denn sind. Noch lecker fuer fast nichts zu Abend gegessen und dann ins Bett gegangen.
Heute ham wir uns Steingruege angeschaut, die schon seit mehreren hundert Jahren da rum stehn und keiner mehr weiss wofuer die eigentlich benutzt wurden. War aber echt interessant, auch wenn wir das wieder mal im stroemendsten Regen machen mussten. Kalt war es aber trotzdem nicht.



Jetzt haben wir noch den Nachmittag hier. Keine bestimmen Plaene. Einfach mal nichts tun ist auch ganz gut. Morgen nehmen wir frueh den Bus nach Luang Prabang (10h). Einer wohl sehr aufregenden Stadt, die wohl einer unserer Highlights ist. Da bleiben wir fuer ein paar Tage, bis es weiter ueber den Fluss Mehkong nach Thailand geht.

Liebe Gruesse von der anderen Seite der Erde.
Euer Niki und Phil

Samstag, Juli 29, 2006

Good Bye Vietnam

Ok, Wir haben jetzt ziemlich lange nichts mehr geschrieben, weil wir einfach nicht dazu kamen. Jetzt haben wir endlich mal wieder ein bisschen Zeit und wir haben die letzte Woche in zwei Teile aufgeteilt, also erst den Teil unter diesem hier lesen, wenn ihr Chronologisch korrekt sein wollt.

Also gut, hier der naechste Teil.
Um 11 Uhr Abends sind wir dann in Ninh Binh angekommen und da war nichts los. Eifach nur dunkel und vrlassen. Natuerlich kamen trotzdem einige von diesen Hotelvertretern um uns eines ihrer besten Hotels anzudrehen. Nachdem wir die abgewimmelt hatten, verliessen wir uns auf unseren Lonley Planet und suchten das dort empfohlene Hotel auf. Den Besitzer trafen wir dann sogar auch noch zufaellig auf dem Weg und er versprach uns einen Dorm (Mehrbettzimmer, von uns immer bevorzugt, weil man da viele coole Leute kennenlernt) fuer drei Dollar die Nacht. Als wir ankamen und uns das Zimmer gezeigt wurde, handelte es sich um ein Dppelbett in einer Abstellkammer mit einem Ventilator fuer 4 Dollar. Es war wir immer. Vietnam ist echt ein verdfammt schoenes Land und die Menschen sind so freundlich und laecheln immer, aber sobald es ums Geld geht, erzaehlen sie dir eine Luege nach der Anderen und die Preise sind laecherlich. Wir hatten aber echt keinen Bock mehr in dieser Geisterstadt ein anderes Zimmer zu suchen, also handelten wir es auf 2 Dollar runter und machten uns ins Bett. Das der uns der Strom dann in der Nacht ausgestellt wurde, und der Ventilator ausfiel ueberaschte uns dann kaum noch.
Wir lernten ausserdem noch zwei Deutsche kennen, mit denen wir dann auch am naechsten Tag mit den Fahrraedern loszogen.

Am naechsten Tag also fuhren wir nach Tam Cot, wo wir eine Bootstrour durch die Reisfelder machten. Es war wirklich teilweise eine atemberaubende Kulisse. Nach der Tour fuhren wir noch ein wenig weiter, um uns noch einen Tempel anzuschauen und auf einen Gipfel zu klettern von woaus man die ganzen Reisfelder von oben aus betrachten konnte. Es stellte sich coolerweise (schoener Ausdruck) als sehr Touristenarm heraus. Auf dem Weg zum Gipfel, kamen wir noch an einer verlassenen Hoehle vorbei, in die wir mit einer schwachen Taschenlampe erkundeten. War ziemlich dunkel und ich hatte ne Fledermaus auf dem Kopf. Spaeter erfuhr ich dass die Tollwut uebertragen. Hab aber noch keinen Schaum bei mir festgestellt. Auf jeden Fall machten wir uns dann auf zum Gipfel und wir merkten bald, dass das nicht so ein spaziergang war, wie wir dachten. Die zwei anderen Deutschen mit denen wir da waren gaben schon nach kurzem wegen Hoehenangst auf. Wir erreichten dann irgendwann nassgeschitzt und mit zerkratzten Haenden (Lavagestein ist verdammt spitz) den Gipfel. Aber es hatte sich wirklich gelohnt.



Heil wieder unten angekommen fuhren wir zurueck zum Hotel und gingen noch zusammen essen. Wir gingen in ein restaurant (wenn man das hier so nennen kann) und es stellte sich heraus, dass der Koch weder Englisch verstand noch lesen konnte, wodurch unser Plan B, ihm die wenigen Uebersetztungen im Lonley Planet zu zeigen, ins Wasser fiel. Natuerlich schafften wir es trotzdem irgendwas zu Essen bei ihm zu kommen.

Der Hotelchef hatte uns einen Bus nach Laos besorgt, konnte uns aber erst abends bescheid sagen, ob das klappt. Was man noch dazu sagen muss, wir aenderten unsere eigentliche Route und fuhren nicht zuerst nach Phonsavan, sonder erst nach Vientane, weil der Grenzuebergang dort besser sein sollte ("besser" ist hier relativ zu verstehen). Es funktioniert. Der Bus sollte so gegen 9 - 10 Uhr da sein und die reise sollte 20 Stunden dauern, was so viel heisst wie gegen 11 fertig sein und stellt euch auf 24Stunden ein.

Es sollten die ungemuetlichsten 26 Stunden werden, die wir je erlebt haben. Wir stiegen also erst in den Bus ein, der uns nach Vinh fahren sollte. Von dort aus sollte uns ein anderer Bus abholen und nach Vientieane bringen, der Hauptstadt von Laos. Dieser Bus war voll, so das manche schon auf den Gaengen sitzen mussten. Verwunderlich, da uns gesagt wurde, man duerfe bei der Grenzueberfahrt nicht auf dem Gang sitzen. Wieder so ein Gesetz was vielleicht existiert, wie aber alle Gesetze in Vietnam jedem egal ist. Aber gut, dachten wir, wir wuerden ja nochmal den Bus wechseln. Ich sass hinten in der Mitte, keine Moeglichkeit meinen sitz nach hinten zu verstellen und neben mir ein dicker Mensch, der tierisch schwitzte. Nikis Situation war aenlich schoen, bei ihm, ein bisschen weiter vorne, war es sau kalt und auch sein Sitz machte keine Anstalten sich nach hinten zu bewegen. Wir schafften es trotzdem ein bisschen Schlaf zu bekommen (An dem dicken konnte man sich wenigstens anlehnen). Wir kamen dann um halb 3 Uhr Nachts in einem Nirgendwo an, was uns als "in der Naehe von Vinh" beschrieben wurde. Alles was da war, war eine Raststaette. Die Anderen, die nach Hue und weiter in den Sueden Vietnams wollten, wechselten sofort ihren Bus, waehrend die, die nach Vientiane wollten bis am naechsten Morgen um 8 warten mussten. Was natuerlich nicht hiess, dass der Bus um 8 vor der Tuer stehen wuerde. Gott sei dank, stellte sich die Familie, die die Gaststaette betrieb, als sehr Gastfreundlich heraus, sie stellten Baenke fuer uns bereit, auf denen wir schlafen konnten und Niki und Ich wurden zum Essen eingeladen. Die Anderen schliefen, oder betranken sich mit Vodka.

Irgendwann um 11 Uhr Morgens kam dann ein Bus, mit Laotischen Schriftzeichen. Da war er endlich! Das Dach, war komplett mit Zeugs vollgepackt, zudem unseres noch dazugeworfen wurde. Als wir einstiegen waren aber alle Plaetze besetzt. Doch die netten Busmitarbeiter (So ungefaehr 5 (wofuer?)) hatten kleine 40 cm hohe Hocker fuer uns im Gang bereitgestellt. Ja Gut nur fuer die Haelfte. Die anderen mussten auf Reissaecken platz nehmen. So, da sassen wir nun, in einem Bus, dessen Kapazitaet an Volumen wohl am perfektesten ausgenuzt wurde. Fuer die nachsetn 20 Stunden auf einem Hocker, wo kein Arsch vollstaendig platz finden wuerde ganz zu schweigen vom Schlafen. Dann ging es los. Teils im Stehen, teils im Sitzen, es machte einfach nicht so viel Spass. Nach unzaehligen Stunden erreichten wir die Grenze, wo wir nochmal 2 Stunden brauchte, und auch noch ein letztes Mal auf Vietnamnesichen Boden beim Essen beschissen wurden, aber darueber werde ich mich jetzt nicht auslassen.



Auf der anderen Seite ging es Weiter. Bis wir irgendwann (Ich wusste zu der Zeit nicht, ob ich jemals wieder Sitzen koennte, oder ob sie ihn abnehmen muessten) anhielten und die Jungs uns rausschmeissen wollten, weil wir nicht ganz bezahlt haetten. Unser (Wir waren 10 Europaer, die alle nach Vientiane wollten und auf dem Gang sitzten mussten) ruhiges Gemuet war am Ende, von Stechenden Schmerz getrieben, machten wir ihnen klar, das wir nicht hier im Nirgendwo aussteigen werden. Sie liessen sich schliesslich bekehren und nach weitern Stunden, ich weiss nicht mehr wie vielen, hielten wir abermals an und alle Vietnamnesen stiegen mit einem Mal aus und verschwanden in einem Schuppen. Nun fingen sie an den Bus zu entladen. Ich haette nie geacht, wie viel in so einen Bus passt. Teller in Massen, Matrztzen, Kleider, Reis, es wollte nicht aufhoeren. Wir dachten uns, dass es sich um Schmuggelware handelt. Nun haben wir unserenHintern also ruhiniert, fuer irgendwelche kriminellen Machenschaften, aber an sowas waren wir nun gewoehnt.

Nachdem wir dann endlich weiterfuhren, kamen wir endlich an. Nein, natuerlich nicht in Vientiane, waere ja auch zu schoen. Nein, sondern in einem Nichts, was 13 Km weit von Vientiene entfernt war. Wir haetten kotzen Koennen. Natuerlich boten uns die hilfsbereiten Vietnamnesen uns an, uns fuer Wucherpreise nach Vientiane zu fahren, aber das lehnten wir zynisch ab.

Letztlich half uns eine nette Laotische Familie, fuer einen fairen Preis, und wir kamen nach einer Ewigkeit in Vientane an, suchten uns irgenein Hotel und fielen ins Bett (Auf den Bauch natuerlich).

Am Naechsten Tag schauten wir uns nopch ein Bisschen Vientane an (Obwohl es eine Hauptstadt ist, gibt es dort verhaeltnismaessig wenig zu sehen). Das Wahrzeichen Laos und hatten ausserdem noch eine sehr nette Unterhaltung mit dem ersten Moench auf unserer Reise, der uns freundlich bat inm seinem Garten platzt zu nehmen.



Gegen Mittag dann, setzten wir uns in einen Bus nach Vang Vieng. Alles lief bestens diesmal und die Busfahrt war sehr entspannt. Eben Laos, was uebrigens wahnsinnig schoen ist. So ich bin jetzt alle. Das erstmal als Update. Werden Morgen dann mehr von hier Schreiben.

Haltet die Ohren steif.

Phil und Niki

Cat Ba

hey Leutz,

erstmal sorry, dass wir uns so lange nicht mehr gemeldet haben, aber der Trip nach Catba hat schonmal 3 Tage genommen und dann haben wir die letzte Zeit viel mit reisen verbracht und deshalb keine Zeit gefunden. Aber keine Angst, wir holen aber alles nach. Ihr verpasst Nichts.

Also ich beginne mit dem Trip nach Halong Bay / Cat Ba Island, der ja schon benahe nicht statt gefunden hat, denn wir haben den Wecker am Morgen ueberhoert, was ja beim Phil nichts verwunderliches war, aber dass es auch mir passiert ist zeigt, dass wir halt doch weniger Zeit mit schlafen verbringen und ich wohl deshalb tief geratzt hab. Also, ich wache also auf und denke schaust du mal wie viel Zeit wir haben und ob es sich nochmal lohnt mich umzudrehn (schon alleine diese Ueberlegung waere Phil NIE in den Sinn gekommen). Ich sehe also, dass wir 7:20 Uhr haben und uns wurde gesagt, dass wir um 7:30 Uhr vom Bus abgeholt werden sollte. Ich also in windeseile versucht den Phil zu wecken (7:28 Uhr), Zaehne geputzt und Sachen zusammen gepackt (7:29 Uhr) und schnell runter und ausgecheckt. Geschafft. Wenigstens ich war rechtzeitig um 7:30 Uhr unten und koennte wenigstens den Bus aufhalten, bis auch beim Kollege eintrifft. 7:40 Uhr kommt auch viel runter. 8:00 Uhr ist der Bus immer noch nicht da. Obwohl wir ueber die Unpuenktlichkeit der Vietnamesen informiert waren wurden wir doch langsam unruhig und fingen an die Reiseagentur in Hanoi anzurufen. Englisch Kenntnisse schlecht - Kommunikation schwer. Nach 3 weiteren Anrufen und vielen auf uns ab gehen und 30 min spaeter um 8:30 Uhr wurden wir abgeholt. Endlich.

Das war lieder nicht das einzige was uns auf diesem Trip nicht gepasst hat. Anstatt kleinen Gruppen von hoechstens 15 Leuten waren wir fast die ganze Zeit zu 35. Statt einer Trecking Tour in den National Park auf Cat Ba sind wir lediglich in den einen Wald gegangen. Und das Programm wurde waerend unseres Aufenthalts 3 bis 4 mal geaendert. Am vorletzten Tag hiess es: "morgen vielleicht Kayaktour". Wonach alle Teilnehmer sich schon so aufgeregt haben, dass der Tourleiter schon gemerkt hat, dass er die Kayaks besser (wie urspruenglich versprochen und gebucht) moeglich macht. Also durften wir am naechsten Morgen von 6 Uhr bis 6.30 Uhr morgens Kayak fahren. Aber auch das war wie vieles andere, was wir auf dem Trip erlebt haben echt beeindruckend. Wir hatten echt ne Klasse Zeit, auch wenn wir leider ein schwerzes Schaf bei den Tourbetreibern erwischt haben. Uebernachten auf dem Boot, Spruenge ins gar nicht so kuehle, sondern viel eher Warme-Nass im Sonnenuntergang, und das alles vor ein wahnsinnigen Kulisse. Wir haben auch wieder nette Menschen getroffen und hatten schon viel Spass.



Zurueck in Hanoi waren wir uns beide einig, dass wir ein Gefuehl von Zurueck-zu-Hause hatten, was uns ein bischen gut getan hat und was wir schon ein wenig vermisst habe und bestimmt auch noch werden. Am Abend haben wir dann noch den Bus nach Ninh Binh genommen, was die letzte Station in Vietnam sein sollte.
Auf der Fahrt haben wir 4 suesse Englaenderinnen getroffen, die schon nen laengeren Trip als wir hinter uns haben und schon durch ganz Thailand getravelt sind. Sie haben uns geraten, nein befohlen, dass wir in den Sueden von Thailand gehen muessen und uns die Parties geben muessen, die wohl echt athemberaubend sind. Das hoerte sich echt schmackhaft an und vielleicht schaffen wir es wirklich dorthin, an diesen legendaeren Ort, wo jeden Tag bis in die Puppen, mit billigen aber guten Bier gefeiert wird und es auch europaeische Frauen im ueberfluss gibt. Hoert sich alles nach dem Paradis an, hoffentlich koennen wir noch herrraus finden, ob es das auch wirklich ist.
Ich hab auf jeden fall gerade unsere Reiseagentur angemailt, ueber die wir die Flugtickets gebucht haben um zu fragen, ob wir 3-4 Tage spaeter zurueck fliegen koennen. Spaeter geht nicht, weil der Phil ja noch klettern gehn will.

Phil schreibt neben mir schon gerade den Eintrag fuer danach, also viel Spass damit.

Liebe Gruesse Niki und Phil

Sonntag, Juli 23, 2006

letzte Nacht in Hanoi

So nun waren wir zwei Tage in Hanoi. Heute ist unser letzter Abend bevor es dann Morgen nach Halong Bay, Cat Ba Island und Monkey Island geht.

Nachdem wir Gestern noch einen sehr lustigen Abend mit unseren neuen Freunden hatten, bei dem wir das billigste Bier der Welt getrunken haben ( 1600 dong = 8 Cent), waren wir heute in Hanoi unterwegs.



Heute Morgen haben wir zuerst unseren naechsten Trip nach Halong Bay und den anderen Inseln organisiert. Danach wollten wir eigentlich zu dem Tempel, nachdem das Spiel "Towers of Hanoi" benannt ist, jedoch war dieser Tempel, indem wir dann waren nicht der gewuenschte. Aber dafuer hat dort mal eine Schildkroete gelebt (noch bis vor kurzen), die dort ausgestellt war. Das besondere daran, ist das sie verdammt gross war. Aber so spannend war das dann doch nicht. Als naechstes waren wir im "Museum of ethnology". Das ging ueber die verschiedenen Kulturen, die hier zusammen leben und wie sie frueher gelebt haben. Das war wirklich interessant, obwohl es verdammt heiss war. Dann ging es zum "Temple of Literature". Eine Universitaet, die 1075 von Confuzius gegruendet wurde. Also verdammt lange her. Dort war es echt verdammt schoen.



Am Ende unterhielten wir uns noch zum Teil auf Englisch zum Teil auf Vietnamnesisch und mit Haenden und Fuessen eine geschlagene Stunde mit einem Vietnamnesischen Paerchen. Die Leute hier sind wirklich verdammt freundlich und vor allem Grinsen sie immer.

Auf dem Heimweg dann, starteten wir noch ein kleines Fussballmatch mit Vietnamnesischen Kindern, was bei der Hitze sehr anstrengent war und uns ziemlich ins Schwitzen brachte. Aber Fussball verbindet. Naja, unsere Fuesse sahen danach aus, als waeren wir ueber Kohlen gelaufen.



Ausserdem mussten wir heute unser Hotel wechseln, weil die das falsch gebucht hatten oder so, fragt mich nicht, das ist alles hier eben ein bisschen unorganisierter. Auf jeden Fall kam uns in unserem neuen Hotel erstmal eine Maus entgegen. Wir haben es trotzdem genommen. Hoffe, dass wir heute Nacht alleine bleiben.

So und jetzt gehen wir noch was Essen, vietnamnesisches Essen ist wirklich verdammt lecker, und dann schlafen, weil wir morgen frueh rausmuessen.

Bis dann, bleibt sauber

Phil und Niki

Ps.:versuch mal ohne zu gucken in Frankfurt ueber ne Hauptverkehrsstrasse zu gehen. Kann man naemlich hier machen. Jeder faehrt wie er will und wann er will, aber es passiert kein Unfall. Man faehrt hier mit der Hupe und alle bleiben heil. Geil!